Adventsfenster sollen Licht in die dunkle Jahreszeit bringen und den Advent als Vorbereitung auf die Geburt Christi auf besondere Weise gestalten. Spaziergänge zu den Fenstern bieten Gelegenheit, andere Dorfbewohner wieder einmal zu treffen oder neue kennenzulernen und so die Dorfgemeinschaft zu pflegen.
Die Adventsfenster leuchten an den Adventswochenenden von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr.
Hinweis: Einige Fenstergestalter laden an ihrem ersten Tag noch zu einer Kleinigkeit zusätzlich ein.
-- Tegernbach --

1. Adventsssonntag, 30.11.2025
Fam. März, Baindlkirchner Straße 7a
Sehnsucht nach Winterzauber



Dieses eindrucksvolle Fenster weckt bei den älteren Besuchern Erinnerungen an Kindheitserlebnisse und bei den jüngeren die Sehnsucht danach, übermütig den Tegernbacher Schlittenberg herunterzusausen.

Kalt, feucht und unwirtlich – Regennasse Straßen anstatt Pulverschnee auf den Hängen und Bäumen. So war das Wetter am ersten Adventssonntag 2025. Doch Familie März zauberte in ihr schönes Adventsfenster in der Baindlkirchner Str. 7a in Tegernbach so richtig schöne Winterstimmung:
Im Zentrum prangt der Holzschlitten als warte er auf den ersten Schnee. Großvater Xaver Loder (der Wagner Xari) hat ihn vor Jahrzehnten in seiner Wagner-Werkstatt gefertigt. Mittlerweile wird er von der dritten Generation genutzt. Ein Paar Schlittschuhe, silbern glänzend im Licht, erinnern an kalte Nachmittage auf zugefrorenen Weihern.
Ein alter Einweckkessel wirkt, als hätte er viele Wintergeschichten zu erzählen von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen, wenn sie im herbstlichen Überfluss geerntet und im Winter als süße Beilage zur Mehlspeise auf den Tisch kamen.
Zum Aufwärmen wurden die zahlreichen Besucher am Eröffnungstag (30.11.2025) von Familie März mit Heißgetränken und Gebäck verwöhnt und nutzten die Gelegenheit zum Austausch.
2. Adventssonntag, 7.12.2025
Fam. Mayr/Kernle, Baindlkirchner Straße 2
Thomas Kernles Weihnachtsengel

„Wie schön, dass der Engel im Schaufenster der Spenglerei Kernle in Tegernbach noch da ist. Und dass er nicht weggeflogen ist, sondern dass sein Double das Adventsfenster der Familie Lugmeier in Längenmoos schmückt.
'Wir hätten ihn sehr vermisst', sagt eine Besucherin bei der Fenstereröffnung in der Baindlkirchner Straße 2 am zweiten Adventssonntag 2025.
Ja, es ist eine Freude, dass der gusseiserne kindliche Engel, den Kunstschmied Thomas Kernle vor vielen Jahren gefertigt hat, auch heuer wieder Adventsstimmung im Dorf ausstrahlt. Er ist umgeben von Tannengrün, Holzscheiteln und weiteren sorgfältig angeordneten Utensilien, die uns an einen gemütlichen Adventsabend am warmen Kachelofen denken lassen.
3. Adventssonntag, 14.12.2025
Fam. Helgemeier, Eiereck, Wirtstraße 6
Das Geheimnis des Eiereck ist gelüftet!

Vor kurzem fragte mich mein Enkel, nachdem wir im Tegernbacher Eiereck Eier fürs Weihnachtsplatzerl-Backen geholt hatten: „Wo sind denn die Hühner von der Familie Helgemeir?“ Diese Frage konnte ich zunächst nicht beantworten.
Doch jetzt hat Susi Helgemeir dieses Geheimnis gelüftet: In ihrem putzigen Adventsfenster sitzen die Hühner ganz einfach auf der Stange, kunstfertig in freundlichen Farben gehäkelt. Sie scheinen sich zu unterhalten – vielleicht über das gute Futter oder über die artgerechte Haltung auf diesem Hühnerhof.
Auch die Eierwichtel mit ihren warmen Pudelmützen fühlen sich sichtlich wohl. Und die Kinder warten unterm Christbaum schon sehnsüchtig aufs Christkind.
Mit ihrer liebevollen Häkelkunst und den detailreichen, fantasievollen Motiven hat Susi eine besonders herzliche, warm leuchtende Adventsstimmung geschaffen, die bei Groß und Klein ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Bei der Fenstereröffnung am 3. Adventssonntag, 14.12.2025, wurden die zahlreichen Besucher mit großer Gastfreundschaft verwöhnt.



4. Adventssamstag, 20.12.2025
Freiwillige Feuerwehr Tegernbach, Feuerwehrhaus
Geheimcode geknackt
Das Adventsfenster im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Tegernbach, das am 4. Advent, 21.12.2025, eröffnet wurde, fällt in zweifacher Hinsicht aus dem Gewohnten heraus.

Zum einen: Vier stilisierte Kerzen schweben mit dem Docht voran von der Decke herab in eine stille winterliche Landschaft hinein und sind nummeriert wie die vier Adventswochenenden, an denen Tegernbach jeweils ein Adventsfenster eröffnet hat. Sicher könnte jede Kerze von einem Abend voller Begegnungen erzählen.
Zum anderen: An der Scheibe hängt ein Schild. Insider können die an einer Stelle recht verschnörkelte und an anderer Stelle nur fragmentarisch lesbare Schrift sicher schnell entziffern; andere erst nach längerem Herumprobieren: „Santa Tell Me - Ariana Grande“.
Darunter ein Strichcode, modern und rätselhaft zugleich. Mit dem QR-Code-Reader lässt er sich nicht knacken; auch sonst hilft keine Handy-App weiter. Erst eine Nachfrage beim Vorstand löst das Rätsel: Es ist Spotify, auf dem Ariane Grande ihr modernes etwas anderes Weihnachtsvideo ‚Santa Tell Me‘ veröffentlicht hat und auf dem man es anhören, anschauen und liken kann.
Bei diesem Fenster, das die Feuerwehrfrauen Annika Franz und Selina Keller mit viel Geschick vieldeutig gestaltet haben, trifft Tradition auf Gegenwart. So wird Advent neu, überraschend und dennoch emotional erlebbar.
Und unter dem stimmungsvoll gestalteten Fenster hängt der Weihnachtsbriefkasten der Freiwilligen Feuerwehr und wartet auf Weihnachtspost von den Tegernbacher Kindern.
af



-- Vogach --

1. Adventssonntag, 30.11.2025
Fam. Schneller, Lindenstraße
Angelus Domini

Im ersten Vogacher Adventsfenster (30.11.2025) ist ein zentrales katholisches Motiv dargestellt: Maria Verkündigung. Das realistisch mit zarten Farben gemalte gerahmte Bild, das sorgfältig im Fenster der Familie Schneller platziert ist, kennen die meisten Fensterbesucher aus religiösen Darstellungen: „Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft.“, lateinisch ‚Angelus Domini‘.
Und das daraus resultierende Gebet, nach seinem lateinischen Beginn ‚der Angelus‘ genannt, ist nach seinen ersten Worten benannt, die dem Lukas-Evangelium entstammen (Lk 1,28–35 EU). Es beinhaltet die meditative Betrachtung der Menschwerdung Gottes, der die Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria vorangeht.
Diese Zusammenhänge erklärt der Gastgeber Josef Schneller fachkundig den Fensterbesuchern und frischt damit ihr religiöses Wissen auf.
Umrahmt wird das schöne Bild von stimmungsvollem Tannengrün, einem großen goldenen Weihnachtsstern und vier prachtvoll purpurrot leuchtenden Alpenveilchen. Sie stammen aus der hauseigenen Gärtnerei des Gastgebers, der als professioneller Pflanzenkenner und -züchter weit über Vogach hinaus bekannt ist.

Dass Josef Schneller und Tochter Martina ein religiöses Motiv gewählt haben, hängt sicher auch damit zusammen, dass Josef den Mesnerdienst in Vogach ausübt und Martina in der Kirche häufig auf ihrem Keyboard den Gesang der Besucher begleitet.
Die zahlreichen Gäste wurden bei der Fenstereröffnung an diesem nasskalten Adventssonntag Abend mit Glühwein, Kinderpunsch aus hauseigenem Apfelsaft sowie herzhaft belegten Semmeln verwöhnt
2. Adventssonntag, 7.12.2025
Fam. Bader, Feldsttraße/Hofmarkstraße
Maria durch den Dornwald ging
Eine besonders besinnliche Adventsfenstereröffnung gab es am 2. Adventssonntag (7.12.2025) in Vogach bei Familie Bader: Während Helene Fischer das bekannte Weihnachtslied ‚Maria durch den Dornwald ging‘ sang, hob sich die große Jalousie des Autohaus-Showrooms und gab den Blick auf das wunderschöne dazu passende Dornenwald-Arrangement frei: Dichtes Gestrüpp aus Wurzelhölzern und Zweigen, mit Lichterketten und Weihnachtssternen in goldenes Licht getaucht.

Am Ende dieses ‚Dornwaldes‘ steht Maria - eine Madonna naturbelassen und doch von stiller Schönheit. Auf diese ist Gastgeberin Marianne Bader besonders stolz, denn die hat ihr Onkel Franz kunstfertig geschnitzt.
So erfüllt das weithin leuchtende Adventsfenster die Stille der Vorweihnachtszeit mit sanfter Andacht.
Die zahlreichen Fensterbesucher wurden am Eröffnungstag mit offenem Feuer, Glühwein und Herzhaftem verwöhnt und nutzten die Gelegenheit zum Austausch.



3. Adventssonntag, 14.12.25
Fam. Schlamp-Hoffmann, St.-Michael-Weg 3
Pumuckl und Meister Eder warten aufs Christkind
Er ist der bekannteste Kobold, hat rote Haare und stellt dem Meister Eder neugierige Fragen – der Pumuckl. Genau das macht er auch im Adventsfenster von Familie Schlamp-Hoffmann in Vogach am St.-Michael-Weg 3.

Die Marionetten stammen aus dem Fundus von Günter Schlamp, dem Vater der Fenstergestalterin, und wurden von ihr in einer gemütlichen Wohnzimmeratmosphäre liebevoll arrangiert. Für einen viertelstündigen Dialog, in dem der Pumuckl den Meister Eder darüber löchert, wieso die Menschen Weihnachten feiern, wurden beide Figuren bei der Fenstereröffnung am 14.12.2025 lebendig und begeisterten das Publikum vor dem Fenster.
Darüber hinaus ließen sich die zahlreichen Besucher herzhaft belegte Semmeln und Glühwein aus dem Feuertopf schmecken und genossen das gesellige Beisammensein.“


4. Adventssamstag, 20.12.2025
Fam. Plabst, Lindestraße 6
Reise durch den Wichtelwald
Ob der kleine Korbinian wohl bemerkt hat, dass seine Eisenbahn plötzlich verschwunden ist? Sie schmückt nun – gemeinsam mit einem bunt bemalten Nussknacker, einem imposanten Hirschen,

vielen liebevoll gestalteten Zapfen-Wichteln und weiteren weihnachtlichen Symbolen – das sorgfältig dekorierte Adventsfenster der Familie Plabst in der Lindestraße 6 in Vogach. Der tiefgrüne Fichtenhintergrund und die harmonisch angeordneten Lichterketten verleihen dem Fenster eine warme Ausstrahlung und laden zum Verweilen und Staunen ein.
Das Fenster befindet sich im Nebengebäude. Es ist direkt neben dem Eingang in den adventlich geschmückten Stadel, in dem am Samstag, 20. Dezember 2025 die Vogacher Burschen für alle Dorfbewohner Glühwein ausschenkten und Bratwurstsemmeln ausgaben. Alteingesessene und neu Zugezogene waren gekommen, um sich über Neuigkeiten auszutauschen, das Beieinandersein zu genießen und sich Frohe Weihnachten zu wünschen.



-- Längenmoos --

1.Adventssamstag, 29.11.2025
Fam.Lugmeier, Dorfstr.2
Der geklonte Engel
Dass Engel fliegen können, wissen wir. So könnte also der wunderschöne Engel, der uns mit einem Korb voller Sterne das Licht bringt, und von Kunstschmied Thomas Kernle geschmiedet worden ist, von Tegernbach nach Längenmoos geflogen sein. Dort zieht er im golden strahlenden Adventsfenster der Familie Lugmeier in der Dorfstraße 2 alle Blicke der Besucher auf sich.
Doch die wahre Geschichte geht anders: Vor über zehn Jahren begleitete Marina Lugmeier einen Freund zum Weihnachtsschießen des Tegernbacher Schützenvereins, wo sie den Engel als äußerst begehrten 1. Preis gewann. Bei der Weihnachtsfeier des Schützenvereins gibt es traditionell einen Tannenbaum, an dem Kugeln (gefüllt mit Losnummern) befestigt sind, auf die man schießen kann. So kam es, dass der Engel in den Besitz von Marina Lugmeier gelangte – ein wahrer Glücksgriff, der jetzt das Adventsfenster in Längenmoos ziert. Er ist also ein Double des Engels bei Familie Kernle in Tegernbach.





Im Nachbarfenster zieht ein Rentiergespann über selbst gebaute Häuschen gen Himmel, um den Hl. Nikolaus abzuholen. Und das Fenster daneben erinnert uns daran, dass wir an Weihnachten unsere Liebsten beschenken und ihnen damit unsere Zuneigung zeigen.
Die Wirkung dieser kunstvoll gestalteten Adventsfenster wird durch funkelnde
Lichter an stilisierten Tannenbäumen, an einem Riesenstern (alles selbst gebaut) und an einem Bäumchen sowie an Gartenumrandungen und Geländern verstärkt. 80 Meter Lichterketten haben Marina und Steffen verlegt und damit ihr Haus in ein harmonisches leuchtendes Ensemble verwandelt, das eine besonders festliche Stimmung ausstrahlt.
Die zahlreichen Gäste wurden an diesem 29. November 2025 bei Plus-Temperaturen bei offenem Feuer, köstlichen Heißgetränken und Leckereien verwöhnt und genossen das Zusammenkommen.
PS: Wer von der B2 her auf das Haus am Ortsrand zufährt, sieht auch noch im West-Fenster im ersten Obergeschoss eine Reihe von Häusern, die Marina maßstabsgetreu nachgebaut und weihnachtlich umrahmt hat.
2. Adventssamstag, 6.12.2025
Fam. Strauß, Schwedenweg 5
Lustig, lustig, tralalalala – heut ist Nikolaus-Abend da!
Mit seinem prachtvollen roten Mantel und dem weißen Rauschebart zieht der Nikolaus seinen schweren, mit Geschenken beladenen Schlitten durch den Winterwald.

In Kombination mit der festlichen Beleuchtung am Haus und im Garten verbreitet er eine romantische Adventsstimmung. Im Fenster daneben leuchtet ihm Knecht Ruprecht mit seiner Laterne den Weg. Dass man von diesem finsteren Gesellen früher sogar in den Sack gesteckt werden konnte, wenn der Jahresrückblick allzu schlecht ausgefallen war, ist den Kindern von heute kaum noch bekannt.
Doch nicht nur das liebevoll gestaltete Eckfenster der Familie Strauß am Schwedenweg 5 weist auf das besondere Datum, den 6. Dezember, hin: Auch ein „echter“ Nikolaus überraschte die Kinder und beschenkte sie. Für herzliche Gastfreundschaft war für die zahlreichen Gäste ebenfalls gesorgt – mit offenem Feuer, wärmenden Heißgetränken und feinem Gebäck.



3. Adventssamstag, 13.12.2025
Fam. Langenegger, Dorfstraße 23
Mit dem Polarexpress zum Nordpol
Wie im Weihnachtsfilm des Regisseurs Robert Zemeckis ‚Der Polarexpress‘ aus dem Jahr 2004 hat es auch die niedliche Eisenbahn im Fenster der Familie Langenegger an der Dorfstraße 13 in Längenmoos besonders eilig. Im Film muss der Zug vor Mitternacht den Nordpol erreichen, denn sonst würde Weihnachten ausfallen. Und das wäre natürlich für alle Kinder – ganz besonders für die Längenmooser – eine echte Katastrophe. Zielstrebig flitzt die Eisenbahn durch eisige Landschaften, vorbei an Häusern und Bäumen sowie an Kindern, die gerade einen Schneemann bauen.
Mit dieser liebevoll gestalteten, romantischen Szenerie hat Renate Langenegger eine wunderbare stimmungsvolle Adventsatmosphäre für die Besucher geschaffen, die am Eröffnungstag, dem 13.12.2025, mit Selbstgebackenem und Glühwein verwöhnt wurden.
Um Zug Video anzusehen, bitte auf rechtes Bild klicken!
4.Adventssamstag, 20.212.2025
Fam. Graf, Dorfstraße 15
Schutz, Wachstum und ein herzlicher Weihnachtsgruß
Ein Gewächshaus steht sinnbildlich für Schutz und Wachstum. Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit wird es zu einem starken Symbol: Es zeigt, dass neues Leben auch dann entstehen kann, wenn draußen scheinbar alles ruht. So wird es zum Zeichen für Zuversicht, Neubeginn und das stille Wachsen des Guten.
Diese Atmosphäre strahlt das Adventsfenster am Gewächshaus von Familie Graf im Garten an der Dorfstraße 15 in Längenmoos aus. Eine der geteilten Scheiben trägt den herzlichen Gruß „Frohe Weihnachten“ und von der darunterliegenden blickt den Besuchern ein freundliches Nikolausgesicht entgegen. Auf den anderen Scheiben erzählen feine Weihnachtssymbole von Vorfreude und Advent. Glitzernde Lichterketten heben einige Symbole hervor und tauchen andere in einen sanften Schatten. So breitet sich ein Gefühl von Willkommen aus und lässt an diesem vierten Adventswochenende die Nähe zu Weihnachten spürbar werden.



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