Wie kann der Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045 aussehen?
Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Steinbacher Consult aus Neusäß und in enger Zusammenarbeit mit den Energieversorgern erstellen die Gemeinden der VG Mammendorf aktuell die Kommunale Wärmeplanung. Die kommunale Wärmeplanung ist eine rechtlich unverbindliche, strategische Fachplanung, die Möglichkeiten aufzeigt und die mittel- und langfristige Gestaltung der Wärmeversorgung beschreibt.
Der zu erarbeitende Fahrplan wird mehr Klarheit über Wärmebedarfe, potenzielle Energiequellen und Wärmeversorgungsstrategien liefern. Ziel der Wärmeplanung ist es dabei, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung zu ermitteln.
Die Wärmeplanung wird über die sogenannte Kommunalrichtlinie gefördert (67K28896). Die Förderquote beträgt 90 Prozent. Nähere Informationen zum Programm gibt es hier.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zu Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Start der Kommunalen Wärmeplanung in den Gemeinden der VG Mammendorf
Die Gemeinden der VG Mammendorf haben den Startschuss für die Kommunale Wärmeplanung (KWP) gegeben. Diese strategische Planung, die gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Steinbacher-Consult aus Neusäß und in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Versorgern und zentralen Akteuren sowie der Öffentlichkeit erstellt wird, soll den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045 aufzeigen.
Zukunft der Wärmeversorgung
Der erarbeitete Fahrplan wird mehr Klarheit über den Wärmebedarf, potenzielle Energiequellen und zukünftige Wärmeversorgungsstrategien liefern. Er soll mehr Planungssicherheit für Bürger und Bürgerinnen schaffen und den besten Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftssicheren Wärmeversorgung aufzeigen.
Die VG-Gemeinden freuen sich auf die Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern und die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, um gemeinsam die Klimaziele zu erreichen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.
Ablauf der Kommunalen Wärmeplanung
Grob lässt sich die Kommunale Wärmeplanung in vier Phasen einteilen. Eine detailliertere Übersicht gibt die Abbildung 1.
Bestandsanalyse
Erhebung des aktuellen Wärmebedarfs und -verbrauchs, einschließlich der Treibhausgas-Emissionen und der bestehenden Versorgungsstruktur
Potentialanalyse
Ermittlung der Potenziale zur Energieeinsparung und lokal verfügbarer erneuerbarer Energien sowie Abwärmepotentiale
Zielszenario
Entwicklung eines Szenarios zur Deckung des zukünftigen Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 zu erreichen
Wärmewendestrategie
Formulierung eines Transformationspfads mit konkreten Maßnahmen, Umsetzungsprioritäten und einem Zeitplan für die kommenden Jahre

Wie wird die Öffentlichkeit einbezogen?
Die Zwischenergebnisse aus der Bestands- und Potentialanalyse werden im Internet veröffentlicht. Hierbei werden gerne alle Fragen und Anmerkungen beantwortet. Außerdem werden die Pläne nach den vorläufigen Ergebnissen der Zielszenarien ausgelegt, damit diese gesichtet und Stellungnahmen abgeben werden können. Die Stellungsnahmen aus der Öffentlichkeit werden soweit möglich und sinnvoll im Zielszenario und der Umsetzungsstrategie berücksichtigt. In diesem Rahmen sind zwei öffentliche Sitzungen geplant, um die vorläufigen Ergebnisse zu präsentieren und die Stellungnahmen anzuhören und aufzubereiten. Zum Abschluss werden die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt und im Internet veröffentlicht.
Förderung und Unterstützung
Die Wärmeplanung wird durch die Kommunalrichtlinie gefördert (Förderkennzeichen 67K28896) mit einer Förderquote von 90 Prozent. Weitere Informationen zum Programm sind auf der Webseite der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf verfügbar www.vgmammendorf.de.






















